#5 FRAU VON UND ZU - Wer wärst du ohne das gesellschaftliche Korsett?

Shownotes

5 FRAU VON UND ZU - Wer wärst du ohne das gesellschaftliche Korsett?

Diese Folge handelt nicht wirklich von Bikinioberteilen – sondern von Freiheit. Von Mut. Und von der Frage, wer wir eigentlich sind, wenn wir aufhören, uns ständig anzupassen.

Ich spreche darüber, warum wir so oft dazugehören wollen. Warum wir Entscheidungen treffen, die sich eigentlich gar nicht nach uns anfühlen. Und warum viele Frauen gelernt haben, sich lieber anzupassen, statt wirklich frei zu sein.

Es geht um gesellschaftliche Rollenbilder, künstliche Schönheitsideale und den Druck, jemand sein zu müssen. Aber auch darum, wie wichtig es ist, sich davon nicht vollständig formen zu lassen.

Denn Mut beginnt oft genau dort, wo wir anfangen, uns ehrlich zu fragen: Mache ich das wirklich für mich?Oder nur, damit ich akzeptiert werde?

Diese Folge ist eine Einladung, dich selbst wieder mehr zu spüren. Hinter die Bewertungen zu schauen. Hinter die Erwartungen. Hinter die Angst, nicht dazuzugehören. Nicht jeder Mensch sieht gleich aus.Nicht jeder Mensch lebt gleich. Und nicht jeder Weg muss verstanden werden.

Vielleicht geht Freiheit nicht darum, gegen alles zu rebellieren.Sondern darum, sich selbst wieder näherzukommen.

Und vielleicht beginnt Mut manchmal mit einer ganz einfachen Entscheidung:sich nicht länger kleiner zu machen, als man eigentlich ist.

Nicht perfekt.Nicht angepasst.Sondern echt.

Deine Tamara

Transkript anzeigen

00:00:00: Oben ohne ist mehr als nur ein brauner Busen.

00:00:04: Möge dein Mut immer größer sein, als deine Angst!

00:00:08: Heute geht es scheinbar um Bikini-Oberteile aber eigentlich geht es um Freiheit und Scham, um gesellschaftliche Regeln die wir uns meist selbst auferlegt haben, um Selbstbestimmung, die oft fehlt.

00:00:23: Welche Regelungen schützen uns?

00:00:25: Und welche Frage machen uns klein?

00:00:30: Wie viele gesellschaftliche Korsets tragen wir täglich mit uns herum?

00:00:35: Und welche können wie auch getrost loslassen.

00:00:39: Herzlich willkommen beim Podcast von Frau von und zu!

00:00:44: Ich bin Tamara Fritz, host dieses Podcasts.

00:00:47: in meiner täglichen Arbeit als Farbstilberaterin, KosmetikberaterInnen und Liebhaberin von Ätherischen Ölen und Dogistinnen begleite ich Menschen in ihrer Selbstbestimmung, in ihr Körpergefühl.

00:01:05: Im Moment ganz viele Frauen, leider nur wenige Männer und ich hoffe das ändert sich demnächst.

00:01:20: Sprechen wir zuerst über das gesellschaftliche Kursett?

00:01:24: Es ist noch gar nicht so lange her dass Frauen auch eine Zustimmung seines ihres Ehemannes arbeiten gehen dürfen nämlich erst seit.

00:01:35: Das ist genau ein Jahr, nachdem ich auf die Welt gekommen bin.

00:01:39: Und Fun Fact hier – Ich bin am zwölften November aufgewählt gekommen!

00:01:45: Der Zwölfte November ist auch eine historische Datum für Frauen in Österreich und in Deutschland denn am zwälften November, November, den Zeitgleich mit der Gründung der Republik Österreich haben die Frauen das Wahlrecht erlangt.

00:02:01: Und das sollten Sie bitte auch in Anspruch nehmen.

00:02:05: Ganz, ganz wichtig!

00:02:08: Denn auch das hat damit zu tun dass wir ein Stück weit das gesellschaftliche Korsett gesprengt haben.

00:02:17: mit diesem Wahlrecht haben wir Frauen auch ein Stück Freiheit erlangt.

00:02:26: Ohne es zu wissen häufen sich diese gesellschaftlichen Regeln Meistens, wie wir es ja auch sehen können.

00:02:33: in anderen Ländern fängt das Korsett der Gesellschaft enger zu werden, fängt immer bei den Frauen an.

00:02:43: Man nimmt den Frauen die Rechte, man schränkt sie in ihre Freiheit ein, in der Bildung ein und deshalb ist es schon ein riesengroßes Ding dass wir in Österreich und auch in Deutschland fast überall auf der Welt ein Wahlrecht haben.

00:03:04: Fast überall, es gibt überall das Wahlrecht, nur es wird natürlich nicht praktiziert weil manche Frauen dürfen ja nicht auf die Straße gehen, wollen das nicht vergessen.

00:03:17: Bleiben wir aber hier bei uns denn ich denke auch bei uns gibt es viele gesellschaftlichen Korsette oder gesellschaftliche Geflogenheiten, die uns einschnüren.

00:03:31: Die längst schon überholt sind wir uns aber immer noch darin bewegen.

00:03:37: Die zwicken ab und an manchmal schneiden sie auch ein und manchmal könnte man sie doch einfach ablegen.

00:03:47: Wie gesagt es ist noch nicht lange her dass wir ohne Zustimmung des Mannes nicht arbeiten durften oder ein eigenes Konto Besitzen.

00:03:56: Es gibt immer noch ältere Damen, die kein eigenes Konto besitzen und wenn der Mann verstirbt sie komplett mittellos oder bewegungslos verharren müssen weil es ja immer eine Zeit lang dauert bis das Konto wieder freigeschalten ist.

00:04:16: Es geht heute noch Frauen älteren Damen ich hoffe nicht dass es auch Jünger gibt die noch nie auf der Bank waren Geld abheben weil sie als einfach so gewohnt waren, dass das der Mann gemacht hat.

00:04:30: Und da es immer noch solche Frauen gibt – das zeigt uns auch, dass es noch nicht lange her ist, dass wir auch diese Freiheit erlangt haben unsere Finanzen selbst zu steuern und in den Griff zu bekommen, selbst über zu bestimmen wo wir arbeiten, wann wir arbeiten wie viel wir arbeiten.

00:04:54: Dennoch leben ganz viele Frauen aus gesellschaftlichen Druck, auch in Beziehungen oder auch aus Ängsten.

00:05:02: Oder aus Angst vor Mittellosigkeit im Beziehung, die ihnen nicht gut tun.

00:05:10: Vielleicht sind sie ungewohlt schwanger gewesen und haben sich mit dem Partner oder mit dem Vater des Kindes zusammengetan aus Angst dass sie es alleine nicht schaffen.

00:05:25: redet schlecht über sie.

00:05:29: Der Mensch ist gemeinhin ein Rudeltier, das heißt er möchte immer dazugehören.

00:05:35: und dieses dazzugehören ist oft auch ein Korsett von uns denn wir machen viele Dinge einfach nur weil es alle machen.

00:05:47: und damit wir dazugehören achte mal in deinem Alltag darauf was tust du?

00:05:53: oder wenn Du etwas tust und du im Bauch eigentlich denkst, ah das mag ich jetzt eigentlich nicht.

00:05:59: Machst Du es um dazuzugehören oder machst Du es weil es dir Freude bereitet?

00:06:05: Ich bin mir sicher ganz oft ist das Erste der Fall!

00:06:10: Und dann darfst du dich fragen will ich das wirklich?

00:06:14: schränkt mich das ein?

00:06:17: mache ich das nur weil ich sonst alleine wäre oder weil ich nicht akzeptiert wäre?

00:06:23: stell dir diese Fragen und dann entscheide ich selbst, ob du das auch dann trotzdem machen möchtest oder nicht.

00:06:30: Ich sage nicht dass man immer nur das tun soll, dass man einfach auch selbst will.

00:06:37: manchmal gibt es ja auch in der Partnerschaft oder in der Firma oder auch in die Familie muss man Kompromisse machen und man muss auch manchmal etwas tun, dass jetzt vielleicht von selbst nicht so gewählt hätte.

00:06:54: Aber es geht darum, ob man einen Wiederwillen verspürt, ob das aus Zwang macht oder ob man das aus Liebe zu einem Menschen macht und es eigentlich nicht gegen seine Richtlinien ist, ob es dich nicht in der Freiheit einschränkt.

00:07:12: Es sind so.

00:07:13: Gedanken wie solltest du dir oft stellen bei jeder Entscheidung die du triffst?

00:07:18: Denn Wir tragen ganz, ganz viele Regeln bis heute weiter ohne es zu wissen und vielleicht kommt dir der Gedanke auch bekannt vor dass du manchmal an einem Tag die fragestellst, wieso habe ich das eigentlich gemacht?

00:07:36: Das will ich gar nicht.

00:07:37: So bin ich eigentlich gar nicht!

00:07:39: Wieso tue ich das?

00:07:41: Wieso hab' ich mich dazu verleiten lassen über jemand zu urteilen oder jemand zu kritisieren nur weil es vielleicht mein Mann getan hat oder meine Freundin oder ein Vorgesetzter?

00:07:53: so bin ich eigenlijk gar nicht.

00:07:55: spätestens dann solltest du aufmerken und bewusst werden dass du hier manipuliert wirst Denn es war nicht aus dem Bauch deine Entscheidung, du hast das nur getan weil es alle tun.

00:08:10: Und aus der Geschichte wissen wir dass das ganz gefährlich sein kann und gefährlich ist.

00:08:20: Wie kommen darauf noch zu sprechen wie es aber auch im positiven Sinne dazu beitragen kann.

00:08:29: wenn man etwas tut was andere tun kann es auch zu einer Freiheit gehen oder werden.

00:08:41: Das Frauen- und Männerbild ist heute, ich finde das ein Stück weit auch verwirrend, denn diese klare Definition wie es früher war was hat einen Mann?

00:08:58: Wie hat der Mann sich zu kleiden zu reagieren.

00:09:05: Wie hat eine Frau sich zu kleiden, sich zu bewegen?

00:09:09: Sich zu verhalten?

00:09:11: Was hat sie zu tun?

00:09:12: was hat es nicht zu tun?

00:09:14: Hat wahrscheinlich auch etwas beruhigendes an sich gehabt weil jeder genau wusste wo sein Platz war und ich kann mir schon vorstellen das ist für manche Frauen auch befreiend sein kann dass ein Mann zum Beispiel nicht in dieses Badehaus kommt, weil es nur für Frauen ist.

00:09:38: Da ist man viel freier als wie wenn Männer dabei sind.

00:09:43: oder diese gesellschaftlichen Gepflogenheiten das ein Mann einer Frau in die Augen zu sehen hat und nicht auf ihre Kulte, dass das unschicklich ist.

00:10:00: auch das gibt einem Freiheit oder eine Ruhe.

00:10:04: Aber die Frage ist, ob wir uns da nicht wieder selber einsperren.

00:10:09: Ich habe einen Zeitungsartikel gelesen vor nicht allzu langer Zeit.

00:10:16: Da wurde bei uns in Österreich nach geschlechter getrennten Abteilen im Zug diskutiert oder eben auch geschlechter getrennte Räume in verschiedenen öffentlichen Gebäuden.

00:10:34: Das hat meine Alarmglocken laut klingen lassen, denn das ist ein Stück Freiheit schon in diesem Raum.

00:10:43: aber wenn man es ganz wahrheitlich geht betrachtet ist es ein Stück Freiheit dass man uns nimmt.

00:10:52: Denn wir müssen uns... Wir Frauen müssen uns dann eingrenzen damit die Männer sich nicht hinterfragen müssen.

00:11:00: Denn eigentlich stellt sich ja die Frage, wieso müssen Frauen sich in ein separates Abteil setzen?

00:11:11: Wir tun nichts!

00:11:13: Die Täter sind... ist das andere Geschlecht meistens und darum sollte die Frage eher sein was können wir tun damit die Männer wieder Gentlemen sind?

00:11:27: Männer sind die Frauen beschützen, ohne sie ihrer Freiheit zu berauben.

00:11:34: Ich finde im Moment ist es wirklich ganz, ganz wichtig dass wir Frauen achtsam sind und nicht alles wegnicken und auch dagegen aufbegehren wenn solche Dinge passieren weil das ist ein Stück weit Freiheitsbaraubung und Wir können in vielen anderen Ländern sehen wie schnell das gehen kann.

00:11:58: Heute spreche ich diese Folge nur mit einem Stichwortzettel auf und deshalb muss ich aufpassen, dass ich nicht abschweife weil dieses Thema für mich sehr emotional wieder einmal ist.

00:12:13: Und es mir wichtig ist da sich die Message dahinter transportiere das ich sie für dich und auch für ganz viele Männer- und Frauen transportieren transportiere.

00:12:25: Denn Freiheit für die Frauen heißt auch Freiheit für Männer.

00:12:30: Das Frauen- und Männerbild, damit ich wieder zurückkomme ist in der heutigen Zeit etwas verwirrend gerade für junge Menschen denn auf der einen Seite sollen Frauen immer noch sexy sein wie in den fünftiger, sechziger Jahren aber dann auch noch perfekt.

00:12:51: das hat den Druck dass viele sich operieren oder irgendeinen anderen kosmetischen Eingriff oder medizinischem Eingriffe an sich vornehmen lassen.

00:13:05: Man kann es beobachten, dass die jungen Männer alle ganz viel ins Fitnessstudio springen damit sie diesen übermännlichen Körper bekommen.

00:13:20: Also übermännlichen Körper, ich sage es jetzt auch schon aber.

00:13:24: Es ist ein Bild das man ihnen irgendwie vorgesetzt hat.

00:13:27: Das hat aber auch zufolge dass Menschen oder Jungen die vielleicht von Natur aus nicht so gebaut sind Dass sie diesen muskulösen Oberkörper haben können Dass Sie dann wahrscheinlich Minderwertigkeitskomplexe bekommen So wie Frauen und Mädchen die von der Natur aus vielleicht nicht so kurve gebaut sind oder vielleicht kurviger, wie es das Bild so gerne hätte.

00:13:57: Das Schönheitsbild wurde nur künstlicher und härter und viel extremer finde ich als früher war.

00:14:05: Es hat immer schon Schönheitsbilder gegeben von Mann und Frau.

00:14:10: Meistens sind diese Schönheitsideale von Männern gekommen wie eine Frau und ein Mann auszusehen hat.

00:14:18: Und so auch heute, ich finde sie heute sehr, sehr sexualisiert und daher auch ein Stück weit gefährlich was die Freiheit anbelangt.

00:14:32: Wir sollten daher aufpassen, ob wir bewerten und wenn wir bewährten uns oft mal zurück zu sagen Wir müssen hinschauen, wir müssen hinter die Fassade schauen.

00:14:49: Denn eine Dame oder eine Frau, die vielleicht übergewichtig ist, hat vielleicht eine Kindheit oder einen Jugend hinter sich mit Misshandlungen, mit Erniedrigungen und vielleicht auch Freiheitsberaubung.

00:15:09: Oder eine Frau Dünn ist vielleicht nicht magersüchtig, sondern vielleicht ist es ihre Konstitution und alle Worte von außen die ihr sagen sie sei zu dünn.

00:15:25: Ich spreche hier aus Erfahrung.

00:15:26: das hat mich in der Jugend sehr sehr belastet.

00:15:28: ich bin ganz ganz ganz schlank und groß Und man wurde mir immer nahegelegt.

00:15:37: ich habe Magersucht die ich zu keiner Zeit hatte und ich bin aber einen Punkt angelangt in meiner Jugend.

00:15:45: Ich glaube, da war ich so vierzehn-fünfzehn oder so.

00:15:49: Da habe ich ohne zu wissen was Magersucht überhaupt ist dann auf einmal gedacht ja ich glaube das habe ich.

00:15:57: Ich bin nicht gesund Und auch das finde ich sehr sehr kritisch.

00:16:02: also in welche Richtung es auch immer geht Am Wog ist es immer nur zu schimpfen, wenn man über etwas dickere Menschen spottet.

00:16:10: Aber lasst euch gesagt sein ich und in meiner Familie gibt es einige ganz dünne Menschen weiß aus Erfahrung Es ist auch die gleiche Erniedrigung oder dies die gleiche Einschränkung, wenn man überdünne lässt.

00:16:26: Weil nicht jeder kann seinen Körper formen wie er es gerne hätte oder vielleicht ist das auch nicht jedem wichtig.

00:16:34: Darum seid achtsam was ihr von euch gebt Auch wenn es nur ein Gedankensessen ist.

00:16:40: Auch wenn ihr nur jemand im Schwimmbad anschaut und euch denkt oh mein Gott!

00:16:45: Wie schaut denn der aus?

00:16:47: Vielleicht ist der Mann so dick und hat einen Bauch der schon lose herunterhängt, weil er vielleicht schon dreißigvierzig Kilo abgenommen hat und das ist ja etwas hervorragendes.

00:16:58: Vielleicht ist es ja auch das?

00:17:00: Es muss nicht immer was Negatives sein!

00:17:03: Und ihr wisst ja auch nicht, was der Mann oder die Frau erlebt hat.

00:17:08: Dieses Männerbild dass im Moment entsteht lässt alle ein bisschen orientierungslos sein.

00:17:15: habe ich so das Gefühl die Männer wirken zunehmen orientierungslose nicht unbedingt in dieses toxische Männerbild, das im Moment auf Instagram so kursiert hineinpassen möchten.

00:17:29: Aber sie wissen nicht was sie denn sonst sein sollen weil es eben zu diesem Gentleman seien oft an Vorbilder fehlt.

00:17:40: auch die Mädchen haben ganz oft nicht das Vorbild dass sie haben sollten.

00:17:47: Mädchen heute da gebrauchen brauchen ein Vorbild, das ihnen auch sichtbar zu sehen gibt.

00:17:57: Dass es wichtig ist dass man an sich glaubt, dass es wichtig isst, dass man mit sich im Reinen ist und mit sich zufrieden ist, dass nicht nur wichtig ist wie man äußerlich ist, sondern auch wichtig ist Männern zu widersprechen, dass Frau sein Meer heißt nur dem Männerbild zu entsprechen.

00:18:22: Emotionale Männer werden oft belächelt, genauso wie starke Frauen mit einer klaren Meinung leider nicht nur belächlt werden sondern auch negativ mit Worten bedacht werden.

00:18:43: Also Nicht-Urteilen ist schwierig aber wenn wir urteilen können wir uns korrigieren und einfach hinterfragen, haben wir uns schon überlegt.

00:18:55: Hat das eine Geschichte?

00:18:57: Jeder Mensch hat eine Geschichte, ob er erschöpft ist oder übergewicht hat, ob sich zurückzieht, ob dick ist, ob dünn ist... Es gibt so viele Themen die einem Menschen beschäftigen, ob es Traumater sind, ob das Hormone sind, bewechselt sind, Stress ist, Gewalt oder einfach die emotionalen Lasten des Alltags.

00:19:21: Ich denke, wenn jeder bei sich nachsieht, dann findet auch jeder bei uns solche Themen und kann vielleicht ein bisschen milder umgehen mit den Wertungen anderer Menschen.

00:19:37: Viele Menschen tragen nämlich nicht nur ihr eigenes Gewicht sondern auch das Gewicht vergangener Generationen.

00:19:45: Jeder Mensch entwickelt seine eigene Überleben-Strategie und manche sieht man im Äußeren.

00:19:53: Mut und Selbstfindung ist ganz, ganz wichtig für ein Leben in Freiheit.

00:20:00: Mut bedeutet oft gegen gesellschaftliche Erwartungen zu agieren.

00:20:07: Viele Menschen wissen gar nicht mehr wer sie ohne dieses gesellschaftlichen Korsett eigentlich wären oder sind.

00:20:17: Wir Frauen lernen ganz, ganz früh schon dass wir lieb und angepasst sein sollen.

00:20:25: Wenn wir es nicht sind dann... Also ich spreche hier auch aus Verfahrung.

00:20:30: Dann müssen wir einiges aushalten.

00:20:33: das an Zurechtweisungen, an Beschimpfungen.

00:20:36: so Das macht einen Mädchen nicht.

00:20:38: Ein Mädchen verhaltet sich nicht so.

00:20:39: Nein da kannst du nicht mit!

00:20:41: Es ist nichts für Mädchen.

00:20:43: Und ganz wichtig vor allem wird uns Märchen immer anerzogen, zuerst für andere da zu sein und sich ganz hinten anzustellen.

00:20:56: Sich selbst zu finden bedeutet ganz, ganz wichtig.

00:21:00: das bedeutet auch reflektieren, heilen und Verantwortung zu übernehmen.

00:21:09: Sich Selbstzufinden bedeutet Arbeit.

00:21:14: Es ist aber eine wichtige Arbeit.

00:21:16: Egal wie du es machst, ob du mit deinem Kinesiologenschau arbeitest, ob Du Familienaufstellungen machst oder in die Hypnose gehst... ...es gibt vielerlei Persönlichkeits- und Entwicklungstools.

00:21:28: Aber fang damit an!

00:21:30: Denn du verarbeitest die Traumatas deiner Vorfahren, deine Traumatast und die allerwichtigste Arbeit finde ich Du gibst sie nicht weiter.

00:21:44: Wenn du ein Traumata nur totschweigst oder herunterschluckst, dann gibst du es in die nächste Generation weiter.

00:21:51: Wenn du hinschaust und es annimmst und es loslässt, gibt's das nicht weiter und dann kannst du wachsen, frei sein und auch deine Kinder können frei sein.

00:22:03: Und jetzt kommen wir zu einem ganz wichtigen Teil.

00:22:07: Für mich steht der BH symbolisch für unsere gesellschaftliche Systeme.

00:22:12: Ein System und auch im BH gibt Sicherheit, Struktur und Halt.

00:22:18: aber das falsche System oder der falsche BH kann drücken einengen einschneiden.

00:22:25: manchmal braucht man einen besser passenden System oder ein besser passender BH um sich wohl zu fühlen Und manchmal muss man einfach kurz den BH ausziehen, um Freiheit zu spüren.

00:22:41: Sprich manchmal muss man auch über sich über Regeln hinwegsetzen was manchmal muss mal ausbrechen aus diesem System immer in einem Rahmen natürlich.

00:22:56: aber ich finde schon dass man sich manchmal auch hinterfragen muss ob dieses Gesetz oder diese Regelung diese Gepflogenheit ob die noch Sinn macht oder nicht.

00:23:08: Manche für uns bewegen sich stuh und heil in diesem System, beschweren sich immer wieder auf jegliche Art über dieses System.

00:23:23: Das finde ich sehr schade, denn wir leben in einem System, das schon ein Stück weit dehnbar ist.

00:23:29: es wird nicht alles gleich mit Erschießung oder Einsperren geahndet sprich man kann auch ein bisschen über die Grenzen hinaus agieren oder einmal sich über etwas hinweg sitzen und von daher finde ich jetzt schon flexibel, wie ein BH flexibel sein kann.

00:23:53: Ich empfehle diesen Menschen, die sich unwohl in diesem System hier finden dass sie sich überlegen was enkt sie ein?

00:24:04: Und ist es?

00:24:05: vielleicht sind es vielleicht die eigenen auferlegten Regeln, die eigenen starren Gedanken, die hier einengen und gibt es nicht eine Lösung dafür.

00:24:16: Ich bin ein lösungsorientierter Mensch und sehe immer in jedem Problem gleich eine Lösung denn ich sehe keinen Sinn dahinter in diesem Problem zu verharren.

00:24:27: das bringt mich nicht weiter und so will ich nicht leben.

00:24:30: Das würde mich auch frustrieren.

00:24:32: Vielleicht Ist es auch ein Anstoß, wenn du nächstes Mal ein Problem mit dem System hast?

00:24:39: Dass du dich vielleicht einfach einmal zurücklehnt und überlegst, wieso stört dich das wirklich.

00:24:51: Gibt es einen Verhalten deinerseits oder ein auferlegtes Verhalten dass symbolisch dafür steht und kannst du da vielleicht ausbrechen?

00:25:01: Ich bin ein extrem freiheitsliebender Mensch und deshalb ist es für mich ganz, ganz wichtig oben ohne zu baden.

00:25:14: Aber ich bin auch ganz oft orientierungslos und ich verliere mich oft in meinen Gedanken, in meinem Tun, in meinen Ideen Und deshalb brauche ich einen BH Denn ein BH gibt mir Sicherheit Stabilität Aber ich möchte für mich die Freiheit haben, auch ab und an das Oberteil auszuziehen.

00:25:41: Und einfach frei zu sein!

00:25:45: In den neunzig- oder frühen zweitausender Jahren war oben ohne Baden am See für mich völlig normal.

00:25:56: Es waren nicht sexualisiert – es war natürlich.

00:26:00: Es sind junge Mädchen, also junge Erwachsene oder auch ältere Damen Egal ob mit, ob ohne Kinder.

00:26:07: Ob Omasmütter.

00:26:11: Jeder oder ganz viele haben bei uns an See oben ohne gebadet weil es ein Stück Freiheit war.

00:26:20: Der weibliche Körper wurde weniger bewertet jeder hat sein können wie er ist aber die Atmosphäre hat sich verändert.

00:26:30: Für mich hatte sie sich ganz stark... ...zweitausendfünfzehn verändert und ich habe mir Gedanken darüber gemacht.

00:26:38: Ich bin oben ohne an einem See gelegen und habe gemerkt, wie immer mehr Männer aus Ländern gekommen sind.

00:26:46: Aus patriarchalischen Ländern die sich ringsum platziert haben und es immer weniger Frauen gegeben hat, die oben ohne am Strand gelegen sind.

00:26:59: Bis auch ich mich dazu entschlossen habe es nicht mehr zu tun, weil ich mich unwohl gefühlt habe.

00:27:07: Obwohl ich im Kreise meiner Familie dort gelegen bin.

00:27:11: Diese Männer haben nichts getan, die haben nichts gesagt.

00:27:14: sie waren einfach nur da und das hat mich erst jetzt leider zum Nachdenken gebracht.

00:27:22: davor habe ich immer mich beschwert.

00:27:25: seit so viele Männer aus diesen Ländern hier sind können wir nicht mehr oben ohne baden.

00:27:31: aber eigentlich haben sie gar nichts getan.

00:27:38: Die bloße patriarchalische Energie von diesen Männern hat uns Frauen dazu bewegt, uns zurück in unsere alten gesellschaftlichen Strukturen zu bewegen und das sollte uns zum Nachdenken geben.

00:27:56: aber wenn du dich an den Anfang erinnern kannst es wundert nicht denn?

00:27:59: Es ist noch nicht so lange her wo wir selbst in diesen Strukturen gelebt haben.

00:28:06: Deshalb sollten wir uns immer wieder ganz achtsam fragen, machen wie das?

00:28:11: Weil wir das wollen oder machen wir aus Gewohnheit oder aus irgendeinem Zwang?

00:28:19: Freiheit verschwindet oft nicht durch Gesetze sondern durch Angst und Unsicherheit!

00:28:29: war letztes Jahr in Sant Robé, im Urlaub mit der ganzen Familie.

00:28:34: Und da war eine ältere Frau um die Achtzig Jahre alt.

00:28:40: Die war jeden Morgen bei uns am Strand.

00:28:42: Das war ein öffentlicher Strand.

00:28:43: Da waren meistens Einheimische.

00:28:46: Die Frau ist jeden Morgen mit ihrem Mann am Arm hergelaufen.

00:28:53: Er hat dir dann einen Klappstuhl aufgemacht, seinen Strandklapp Stuhl.

00:28:57: Da hat sie sich hingesetzt... oben ohne, ja oben ohne und er hat ihren Sonnenschirm als Schutz daneben gesteckt.

00:29:08: Ich habe das beobachtet jeden Tag und hab mich dann endlich dazu entschieden wieder ich zu sein um mein Oberteil wegzugeben.

00:29:21: bis zu diesem Zeitpunkt habe ich es immer nur versteckt gemacht obwohl ich es viele Jahre davor als selbstverständlich angesehen habe.

00:29:31: Das hat mich zum Nachdenken gebracht.

00:29:34: Wie kann es sein, dass ganz tief in unserem Inneren diese patriarchalische Kraft noch so verankert ist?

00:29:42: Dass eine ganze Gesellschaft sich danach verändert nur weil ein paar Männern aus dieser Kraft die sie noch so ganz innerlich auch leben bei uns am Strand sitzen und nichts tun.

00:30:00: Sie sind einfach nur da.

00:30:03: Das hat mich dazu veranlasst, das jetzt in die Hand zu nehmen und ich möchte dieses Denken auch ganz offensiv wieder verändern denn es ist ein Stück Freiheit.

00:30:18: Letztes Jahr hat mich eine ältere Bekante nämlich danach gefragt wieso badet eigentlich hier niemand mehr oben ohne?

00:30:26: Ich traue mich auch gar nicht mehr hat sie gesagt obwohl ich dass das ganze Leben gemacht habe.

00:30:32: Ja, das hat mich zum Nachdenken gebracht.

00:30:37: Und diese Frau in San Tropez hat mich motiviert.

00:30:42: Alleine nur ihr Dasein – Ihr ganz natürliches Daseinn mit einem Bikinihöschen!

00:30:49: Hat mich motivierend um auch diesen Freiheitsgedanken wieder hinaus in die Welt zu bringen.

00:30:57: Nicht laut und nicht kämpferisch einfach nur ganz selbstverständlich und frei.

00:31:05: Die Erkenntnis, nämlich dieser ganzen Geschichte ist viele oder wir alle legen uns die Fessel, nämlich wieder selbst an.

00:31:14: Aus Angst, aus Scham und aus Anpassung.

00:31:18: überlege mal für dich welche Fesseln hast du dir selbst angelegt?

00:31:26: Wohl sie niemand verlangt hat!

00:31:28: Und wo fühlst du dich mit diesen Fessen eingeschränkt?

00:31:33: Für mich Das Bikini-Oberteil.

00:31:36: Ganz, ganz sicher!

00:31:39: Dieses Bikinioberteil schränkt mich ein.

00:31:41: Ich habe eine große Oberweite und ich muss einen festen Bikiny anziehen Und jedes Mal wenn ich mich hinlege bekomme ich klaustrophobische Zustände.

00:31:53: Es ist eng, es ist einschränken, es... Ich könnte aus der Haut fahren Und das erinnert mich jedes mal an die Freiheit, die ich mir nicht nehme.

00:32:08: Deshalb habe ich letzte Woche, wenn du das hörst, schon zwei Wochen auf meinem Kräterurlaub mit meinem Mann.

00:32:16: Als ich den ersten Tag aus Ligebeck gelegen bin und ich Schnappartung bekommen habe beschlossen weg mit dem Teil.

00:32:24: Es ist mir egal ob die Einzige hier am Strand bin aber ich kann so nicht entspannt Urlaub machen Und ich war auch die einzige.

00:32:32: Ich habe mich dahin gelegt Und es war vom ersten Moment einfach Freiheit.

00:32:37: Es war Freiheit, es waren nicht einengen, es war entspannend und es war einfach herrlich!

00:32:43: Und das Allerschönste an dieser Tat war dass ich ab dem zweiten oder dritten Tag hat sich jeden Tag eine Frau dazu entschlossen meinem Beispiel zu folgen.

00:32:57: Ich muss jetzt gerade schmunzeln denn es ist wirklich... es war eine tolle Tat.

00:33:04: Ich habe Menschen motiviert, frei zu sein und das macht mich glücklich.

00:33:09: Am Ende waren es vier oder fünf Frauen im verschiedenen Alter also auch ältere Damen.

00:33:16: Du hast gesehen sie hatten schon lange kein oben ohne Bad genommen denn ihre Haut war ganz hell und das hat mich sehr gefreut.

00:33:30: Der Körper erinnert mich immer wieder an diesen Freiheitsgedanken, dass ich Freiheit brauche.

00:33:36: Und ich glaube es brauchen auch ganz viele Menschen diese Freiheit vor allem Frauen.

00:33:41: Mit diesem Freiheits-Gedanken kommt Stärke Es kommt eine Kraft in dich hinein Es kommt ein Lebensfreude in dich rein.

00:33:48: Es passiert so viel Oben ohne Baden.

00:33:52: wie am Anfang schon gesagt ist nicht nur ein brauner Busen, da entwickelt sich ganz vieles.

00:33:58: Es entwickelt sich Mut!

00:34:01: Es ist mutig zum sich widersetzen denn offensichtlich macht es ja keiner.

00:34:07: Gibt das ein Gesetz?

00:34:08: Ist es verboten?

00:34:09: diese Fragen tauchen immer auf.

00:34:10: nein.

00:34:11: Es gibt kein Gesetz gegen oben ohne Baden.

00:34:14: also macht es eigentlich.

00:34:16: macht diesen Schritt nehmt euch diese Freiheit.

00:34:19: es ist herrlich Und noch herrlicher ist es, wenn diese Freiheit ansteckt.

00:34:25: Denn wenn du dich entwickelst verändern das sich nämlich auch dein Umfeld.

00:34:31: und wenn du anfängst ein Oberteil wegzugeben oder... Es muss nicht dein Oberteil sein, es kann eine andere Hürde, die du nimmst sein.

00:34:43: Für mich ist es das Bikini-Oberteil.

00:34:46: Du wirst zehn, zwei, drei Menschen gehen mit.

00:34:51: Das ist schon eine Toilette, du hast Menschen geholfen, angestoßen diesen Schritt in die Freiheit zu machen.

00:35:02: Aber es gibt natürlich auch Menschen, die diese angepasste Version von dir möchten und die Angst der neuen Person haben, die so ganz frei ist.

00:35:11: also sei gewappnet Es wird auch Begegnungen geben oder Freunde geben oder Freundschaften geben die es nicht gut finden und die dich daran erinnern willst du das wirklich?

00:35:22: Willst du wirklich frei

00:35:23: sein?".

00:35:24: Meine Antwort lautet immer ja.

00:35:26: Freiheit ist mein Wert, denn der ist unverhandelbar bei mir Und manche muss man auch loslassen damit diese Freiheit bleiben kann.

00:35:38: aber der Weg lohnt sich.

00:35:41: Freiheit beginnt oft mit einer ganz kleinen Entscheidung Mit einem Nein, mit Grenzen setzen Mit Ehrlichkeit oder manchmal einfach mit einem Bikini-Oberteil weniger.

00:35:55: Freiheit ist nur dann echte Freiheit, wenn wir auch anderen wieder Mut machen frei zu sein.

00:36:02: also was ist deine Entscheidung?

00:36:06: Deine ganz kleine Entscheidung die dir ein Stück mehr Freiheit gibt.

00:36:10: ich freue mich auf dein Kommentar.

00:36:15: Wenn dir diese Folge gefallen hat Dann teile sie bitte gerne mit all deinen Freunden und Freundinnen.

00:36:24: Bewerte sie unbedingt, denn es ist ein Ehrenamt von mir diesen Podcast zu machen!

00:36:31: Und ich freue mich sehr wenn er ganz ganz viele Orden erreicht und höre gerne wieder rein jeden letzten Freitag im Monat.

00:36:41: Ich wünsche dir ganz viel Freiheit Bis zum nächsten Mal.

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